Das Gebären einer Figur


Ne .... Krawatte geht mal gar
nicht.
Aber was nehme ich denn?
Das immer gleiche
Merkmal will ich schon
behalten
Und ohne Kleid sieht auch
komisch aus
Natürlich, was will jede
frau? Geile Handtaschen.
Statt Roter Krawatte haben
alle zukünftigen Mädels rote
Handtaschen. Und das logo
passt drauf.
Die Skizze


Aber irgendwie finde ich
blond blöd
Oh Gott, ... so sieht sie ja
schlimm aus. Ne, ich glaube
die Figur wird mal anders

Genau, erst mal lächeln
und gerade stehen .... Oh
je, mit höheren high
heels habe ich am Ende
noch eine richtige Tussi
erschaffen. Erst mal die
hässliche Tasche weg
Ups .... Das ist aber keine
Clutch!? Habe ich das
überhaupt richtig
geschrieben? Egal bleibt
es halt eine Tasche MIT
griff

Die Entwicklung


Och, .... Joa ... so mit
schminke .... Vielleicht
doch wieder blond
Yeah… das sind meine
Drei Engel für Charlie

Ich denke das ist es. Wie heißt sie? Weiblich-Stephan
(hahahahahahahahah) .... Ok Arbeitstitel
Wenn ich die so sehe, die erste Frau im Universum, dann
macht sie auch als erstes was anderes: Erfolg!
Das wird die arrogante „ich kann alles, ich mach alles, ich
bin besser, ich verdiene mehr, ich bin schneller, hoher,
weiter - B*tch" von der Zweigstelle Düsseldorf
Die Vollendung
Victoria und Ihre Geschichte
Victoria ist die erste Figur im Stephan-Universum, die eine vollständige Reise hat.
Sie begann als Skizze — eine Frage nach dem was eine weibliche Figur in diesem Universum tragen könnte. Nicht die Krawatte der männlichen Charaktere, also eine rote Handtasche. Nicht blond, weil das zu erwartbar war. Hochhackige Schuhe, weil sie damit läuft, als wäre die Welt ein Meeting, das sie gerade noch rechtzeitig erreicht. MSO auf der Tasche — Männersprache, Frauenhand.
Aus der Skizze wurde Uschi. Aus Uschi wurde Victoria. Und aus Victoria wurde Mara Brenner — 48 Jahre, Leiterin der Strategieabteilung bei Velux & Partner, Frankfurt, 27. Stock, Aussicht gut, wird nie betrachtet.
Mara trinkt ihren Kaffee nie warm.
Ihre Geschichte ist die Geschichte von jemandem der nicht an Burnout scheitert — nicht am zu viel Stress, nicht am Zusammenbruch — sondern am Gegenteil: am Erfolg. An der Geschwindigkeit, die irgendwann zur einzigen Sprache wird, die sie noch spricht. An der Überzeugung, dass Langsamkeit
Verlieren bedeutet — und Verlieren Verschwinden.
Was sie zurückbringt, ist kein Coach, kein Urlaub, kein Seminar. Es ist ein achtzigjähriger Bonsai in einem Garten, der vielleicht nie existiert hat. Und eine Großmutter, die in einem Keller kniet und eine Kiste öffnet.
„Was von Mara übrigblieb“, ist die erste Kurzgeschichte im Stephan-Universum. Sie steht hier nicht als Werbung für die Bücher. Sie steht hier, weil manche Dinge gesagt werden müssen — auch wenn man eigentlich ein Malbuch-Verleger ist.
Besonders dann.
Die Geschichte kannst du hier lesen:
Uschis erster Auftritt
schreibt Geschichte
30 Mandalas für Menschen, die kurz vorm Ausrasten sind
Wir verstehen dich…
Was ich schon immer fragen wollte
Wer bin ich heute?
Weniger Druck. Mehr Klarheit. Wieder du selbst.
Alleswisser-Stephan
Eine vollständige Ausgabe
AS: Die Konferenz der Kaffeetassen, Der Kühlschrank am Ende des Universums, Der Kopierer aus der vierten Dimension
ST: The Rude Vegetable, The Angry Colleague, The Dissatisfied Cloud
ST: The Tired Chair
Victoria war der Beweis, dass hinter jedem Strich eine
tiefere Geschichte steckt – die erste Figur, die ihre eigene
Metamorphose vollendet hat. Aber sie steht nicht allein. Das
Fundament dieses Universums ruht auf den männlichen
Charakteren, die den Kampf gegen das Grau überhaupt
erst begonnen haben. Jede Figur, der du hier begegnest,
entspringt derselben Beobachtung des Alltags. Sie alle
haben ihren festen Platz in der Chronologie des Schmieds —
manche kämpfen noch, manche haben aufgehört. Das ist
die Struktur des Universums...
Kurzgeschichte lesen
