Die Idee hinter dem Universum

Ich habe lange gebraucht, um zu verstehen, was ich eigentlich tue.
Am Anfang war da nur eine Beobachtung: Menschen funktionierten. Sie arbeiteten,
erledigten, optimierten — und wurden dabei kleiner. Nicht körperlich. Aber irgendwie
weniger. Als würde das Grau des Alltags langsam in sie hineinsickern.
Ich wollte dagegen etwas setzen. Nicht mit Ratgebern. Nicht mit Motivationssprüchen.
Nicht mit Listen, die erklären, wie man in fünf Schritten glücklicher wird.
Sondern mit Humor.
Mit Absurdität.
Mit Figuren, die so übertrieben sind, dass man beim Lachen plötzlich sich selbst erkennt.
Das Stephan-Universum ist kein Malbuch-Projekt. Es ist ein Spiegel.
Jede Figur steht für eine Art, wie Menschen mit dem Grau umgehen — oder
daran scheitern.
Stress-Stephan funktioniert noch, aber auf Verschleiß.
Dunkel-Stephan hat aufgehört zu kämpfen.
Victoria zeigt, was passiert, wenn selbst Erfolg irgendwann zu viel wird.
Vergiss nicht, wer du warst bevor du so gut darin wurdest, zu funktionieren.
Die Bücher sind die Waffen dagegen. Nicht, weil Malen alle Probleme löst. Sondern
weil eine Stunde mit Stift und Farbe eine Stunde ist, in der man nichts leisten muss.
Und das ist seltener geworden, als man denkt.
Stephan Otte
Schmied des Stephan-Universums